Kunststoff in Kosmetik: Gibt es Alternativen?

mikroplastik
Kosmetikprodukte wie Peelings sind eine häufig genannte Quelle für Mikroplastikemissionen. (Bildquelle: Fraunhofer UMSICHT / Leandra Hamann)

Kosmetikprodukte werden häufig genannt, wenn es um Umweltverschmutzung der Meere durch Mikroplastik geht. Mengenmäßig wesentlich bedeutsamer für Mikroplastikemissionen im Wasser ist aber die Zersetzung größerer Plastikteile.

Viel diskutiert wird derzeit über Kunststoffpartikel, die vor allem für Peelingeffekte zum Einsatz kommen. Sie werden nach Verwendung von der Haut direkt abgespült und können so in die Umwelt gelangen. Kunststoffe erfüllen in Kosmetikprodukten aber noch andere Funktionen: So dienen zum Beispiel synthetische Polymere der Haarfixierung, bilden Filme und Emulsionen oder regulieren die Zähigkeit der Kosmetikprodukte. Auch wenn sie wachs- oder gelartig, gelöst oder flüssig vorliegen, gelangen die Polymere in die Umwelt und können ebenso schaden wie Mikroplastik.

Nicht nur Mikroplastik schadet der Umwelt

Allein 977 Tonnen Mikroplastik in Kosmetik und 55 Tonnen Mikroplastik in Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln gelangen jährlich in Deutschland ins Abwasser. Und circa 50 000 Tonnen an gelösten, gelartigen oder wachsartigen Polymeren werden in Kosmetik-, Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln eingesetzt. Das ergibt sich aus einer Studie, die vom Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT im Auftrag des Umweltorganisation NABU durchgeführt. Sie trägt den Titel „Mikroplastik und synthetische Polymere in Kosmetikprodukten sowie Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln“. Die Wissenschaftler informieren über die Einsatzmengen und Funktionen und bewerten Alternativen. Insgesamt hilft euch die Studie bei der Orientierung rund um das Thema Mikroplastik.

Wer zukünftig weitgehend auf umweltbelastende Kosmetika verzichten möchte, kann sich vor dem Einkauf im Internet informieren. Erste Anhaltspunkte, welche Produkte Mikroplastik enthalten, bietet die Datenbank haut.de, in der nach Inhaltsstoffen gesucht werden kann.

In die Studie reinschauen könnt ihr hier.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s