Digitalkonsum und die Folgen für Kinder

Keine Frage – pandemiebedingt haben die Nutzungszeiten von Smartphone, Tablet und PC stark zugenommen, insbesondere bei Kindern. Ein sinnvoller Umgang mit digitalen Medien ist durchaus wünschenswert, aber es gibt natürlich auch negative Effekte. Eine WHO-Studie zeigt zum Beispiel, dass Schulkinder, die viel Zeit am Display verbringen, häufig über Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und Schwindel klagen.

Steigender digitaler Medienkonsum von Kindern – Gefahren und gesundheitliche Folgen, aber auch Lösungsvorschläge und Perspektiven (Bildquelle: Stephan Degle)

Medienkonsum und Digitalisierung bekommen durch Homeschooling und Homeoffice eine völlig neue Dimension – Grund genug für eine Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Stephan Degle und Dr. Michaela der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena, aktuelle Datenerhebungen zu Nutzungszeiten sowie Studien zum Medienkonsum von Kindern auszuwerten. Der Fokus lag dabei auf den gesundheitlichen Auswirkungen – hier insbesondere auf dem Sehen.

Vor- und Nachteile des Digitalkonsums

Es ist es politisch gewollt, dass Kinder auch digital beschult werden. Die Vorteile liegen auf der Hand: So ermöglicht die Digitalisierung die Vermittlung von Wissen und die schnelle Kommunikation zwischen Menschen auch ohne reale Kontakte. Diesen Vorteilen stehen aber auf der anderen Seite negative Effekte gegenüber: Da unsere Augen nicht für dauerhaftes Nahsehen ausgelegt sind, werden sie durch den dauernden Blick auf den Bildschirm stark belastet.  Als Folge davon kann das Sehen beeinträchtigt werden, aber auch Kopf- oder Nackenschmerzen und Abhängigkeiten verursachen.
Laut Michaela Friedrich sind alle Erwachsenen gefordert, durch aktive Begleitung im Umgang mit digitalen Medien auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen Einfluss zu nehmen und vor allem Bewegung und Ausgleich zu digitalen Medien anzubieten.
Und Stephan Degle befürchtet, dass es bei Schülern und Studierenden  zu einer „coronabedingten“ starken Zunahme von Kurzsichtigkeit kommen wird. Dabei habe der Anstieg von Kurzsichtigkeit nichts direkt mit der Sehschärfe zu tun, vielmehr sei er die Folge davon, dass die Kinder so viel mehr in der Nähe schauen und weniger Bewegung haben. Auch wenn Kurzsichtigkeit selbst keine Krankheit sei, ist es seiner Auffassung nach wichtig, einem raschen Anstieg gezielt entgegenzuwirken.

Weitere Infos zum sinnvollen Umgang mit digitalen Medien gibt es hier.

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