Gut für Umwelt und Gesundheit

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Die Stromerzeugung gilt weltweit als einer der größten Verursacher klimaschädlicher Treibhausgase. Um die globale Erwärmung deutlich unter 2°C zu halten, muss deshalb der Energiesektor CO2-neutral werden. Wie könnte das gelingen? Eine Antwort darauf geben Klimaforscher aus Potsdam.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Energiesektor CO2-neutral zu gestalten. Sie unterscheiden sich durch ihre potenziellen Umweltauswirkungen – etwa Luft- und Wasserverschmutzung, veränderte Landnutzung oder Wasserbedarf. Ein internationales Forscherteam hat nun mithilfe komplexer Simulationen die drei wichtigsten Wege miteinander verglichen. Herausgefunden wurde, dass es für Mensch und Umwelt am besten ist, hauptsächlich auf Windkraft und Sonnenenergie umzustellen. Der wichtigste Vorteil bei Abkehr von Kohle, Erdöl und Erdgas sei die menschliche Gesundheit. So könnte ein Umsteuern hin zu erneuerbaren Energien die negativen Auswirkungen der Stromerzeugung auf die Gesundheit um bis zu 80 Prozent reduzieren. Dies sei vor allem auf eine Verringerung der Luftverschmutzung durch das Verbrennen von Kohle und Öl zurückzuführen. „Zudem sind die Lieferketten für Wind- und Solarenergie viel sauberer als der Abbau von Kohle und das Bohren nach Öl und auch sauberer als die Erzeugung von Bioenergie,” sagt Gunnar Luderer. Er ist Hauptautor dieser Studie und Vize-Chef des PIK-Forschungsbereichs zum Thema Transformationspfade.

Drei Szenarien im Vergleich

Bei den Simulationen wurden drei Szenarien bis 2050 verglichen: Ein Szenario konzentrierte sich hauptsächlich auf Solarenergie und Windkraft, ein zweites auf die Beibehaltung einer konventionellen Kraftwerksstruktur mit Umstellung auf Abscheidung und Speicherung von CO2 sowie Bioenergie und ein drittes Szenario enthielt ein gemischtes Technologieportfolio. Alle betrachteten Szenarien zeigen, dass der Flächenbedarf für die Stromerzeugung steigt. Die mit Abstand größte Fläche verschlingt naturgemäß die Bioenergie. Landflächen sind aber eine begrenzte Ressource und sollten angesichts der wachsenden Weltbevölkerung mit Bedacht genutzt werden. Dank komplexer Simulationen konnten die Forscher alles betrachten – von der Luftverschmutzung bis zur Freisetzung von Toxinen, von den begrenzten Ressourcen an Mineralien, die für die Herstellung etwa von Windturbinen benötigt werden, bis hin zu den Flächen, die in Bioenergieplantagen umgewandelt werden.

Veröffentlicht wurden die Ergebnisse dieser Studie in Nature Communications.

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