Wenn dir das Wohl der Tiere am Herzen liegt

Tierwohl

Foto von mali maeder von Pexels

Eines ist sicher: Wenn du beim Fleischeinkauf aufs Tierwohl achtest, musst du etwas tiefer in die Tasche greifen. Kompensieren lassen sich die Mehrausgaben aber ganz leicht: durch weniger Fleischkonsum. Das ist nicht nur gut fürs Wohl der Nutztiere, sondern auch für deine Gesundheit. Aber damit nicht genug: Du leistest gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Darf der Mensch Tiere nutzen? Und wenn ja, wie sieht ein ethisch korrekter Umgang mit Tieren aus? Solche Fragen hat ein Forscherteam der Universität Göttingen rund 1.000 Menschen in Deutschland gestellt. Ergebnis ist, dass etwa ein Viertel der Befragten hinsichtlich der Ethik nicht zwischen Nutz- und Heimtieren unterscheidet. Diese Menschen ernähren sich deutlich häufiger flexitarisch oder vegetarisch als die anderen Teilnehmer dieser Studie. Drei weitere Gruppen vertreten zwar ebenfalls tierwohlorientierte Positionen, unterscheiden gleichzeitig aber zwischen Nutz- und Heimtieren. Tieren in der Landwirtschaft sprechen sie dann etwas weniger Rechte zu. Diese Menschen ernähren sich der Studie zufolge deutlich seltener vegetarisch. Nur eine sehr kleine Gruppe lehnt sämtliche tierethischen Positionen ab, was sich auch in einer Ernährungsweise mit vielen tierischen Lebensmitteln widerspiegelt.

Was lernen wir aus diesen Ergebnissen?

Für eine nachhaltigere Ernährung ist es offensichtlich wichtig, die Nutztiere den Heimtieren ethisch gleichzusetzen. Ein erster Schritt ist, dass wir als Konsumenten die Massentierhaltung kritisch hinterfragen. Denn ein hoher Fleischkonsum gilt als umweltschädlich. Und die Massentierhaltung widerspricht meist dem Tierwohl. Deshalb möchte die Politik unser Konsumverhalten durch die Schaffung eines staatlichen Tierwohllabels ändern. Ob das funktioniert, ist fraglich. Inzwischen schreiben sich unabhängig von den politischen Bemühungen immer mehr Metzgereien das Wohl der Tiere auf die Fahnen. Ein lobenswertes Beispiel ist die Metzgerei Stephan in Ingelheim. Sie arbeitet mit verschiedenen Bauernhöfen zusammen und stellt sicher, dass alle Wurst- und Fleichprodukte garantiert sowohl auf artgerechter als auch Bio-Tierhaltung basieren.
Die Metzgerei Stephan zählt übrigens zu den 500 besten Metzgern Deutschlands, die das Gourmet-Magazin „Der Feinschmecker“ in seiner September-Ausgabe vorstellt. Fast alle darin ausgezeichneten Metzger vermeiden Stress vor dem Schlachten der Tiere und achten genau auf die artgerechte Haltung der Rinder, Schweine und Geflügel.

Wer einen der besten Metzgereien Deutschlands in seiner Nähe sucht, wird hier fündig.

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