Haltbarkeit von Nahrung in Echtzeit erkennen

grocery cart with item
Photo by Oleg Magni on Pexels.com

Das Mindesthaltbarkeitsdatum – kurz MHD – ist ins Gerede gekommen. Denn es landen heute viel zu viele Lebensmittel in der Tonne, weil Konsumenten das MHD falsch deuten. Auch wenn die angegebene Mindesthaltbarkeit abgelaufen ist, sind die meisten Nahrungsmittel gesundheitlich unbedenklich und geschmacklich noch gut. Eine neuentwickelte App soll die tatsächliche Frische von Lebensmitteln dynamisch transparent machen.

Viele scheinen nicht zu wissen, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum lediglich angibt, bis zu welchem Datum das ungeöffnete Lebensmittel bei richtiger Lagerung seine Eigenschaften wie Geruch und Geschmack garantiert behält. Das heißt aber nicht, dass dieses Produkt anschließend ungenießbar oder gar verdorben ist. Anders verhält es sich mit dem Verbrauchsdatum, das wir zum Beispiel von verpacktem Fleisch kennen: Ist das abgelaufen, sollte in diesem Fall tatsächlich auf den Verzehr verzichtet werden. Wandern also Lebensmittel in die Tonne, obwohl man sie noch sehr gut essen könnte, ist das nicht nur teuer, sondern auch ökologisch und ethisch nicht zu akzeptieren.

Frischedaten in Echtzeit

Um hier eine Lösung zu finden, wurde das Projekt Freshindex ins Leben gerufen. Dahinter verbirgt sich eine neue App, dank der Verbraucher die jeweils tatsächliche Frische von Lebensmitteln in Form eines dynamischen Haltbarkeitsdatums (DHD) abrufen können. Voraussetzung fürs Funktionieren ist die durchgängige Erfassung qualitätsrelevanter Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette in Echtzeit. Das funktioniert über eine Cloud. So könnte es also bald möglich sein, z. B. auf digitalen Preisschildern den jeweils aktuellen Frischgrad von Lebensmitteln per App auszulesen.
Inhaltlich geleitet wird dieses spannende Projekt vom Start-up-Unternehmen tsenso, das derzeit mit seinen Partnern aus Wirtschaft und Forschung noch an der Umsetzung arbeitet. Dieses Vorhaben läuft noch bis zum Ende des Jahres und wird vom BMBF mit rund einer Million Euro gefördert.

Weitere Infos über den Freshindex bekommst du hier.

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