Wie der Lebensstil unser Gehirn verändert

Lebensstil
Bildquelle: pixabay.com

Dass Sport gesund ist und Rauchen eher nicht, ist eine Binsenweisheit. Forscherinnen und Forscher haben jetzt herausgefunden, wie sich unsere Lebensführung im Gehirn widerspiegelt – auch unsere sozialen Kontakte.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Jülich, Düsseldorf, Essen und Basel gelang es im Rahmen einer neuen Studie, die Aspekte soziales Umfeld, Alkohol- und Tabakkonsum sowie körperliche Aktivität gleichzeitig zu beleuchten. Es wurden auch Effekte aufgedeckt, die erst durch das Zusammenspiel dieser verschiedenen Faktoren zustande kommen.
So sei die graue Substanz in bestimmten Regionen des Gehirns zum Beispiel bei Menschen, die in einem regen sozialen Umfeld leben, besser erhalten als bei Menschen, die wenige soziale Kontakte pflegen. Außerdem sei ablesbar, dass auch sportlich aktive Menschen im Alter weniger Gehirnvolumen verlieren als inaktive Menschen. Die weitere Erkenntnis, dass ein hoher Alkoholkonsum mit einem Gehirnabbau und dem Verlust von Nervenzellen einhergeht, dürfte uns nicht wundern. Eine geringere geistige Leistungsfähigkeit und Flexibilität sei die Folge.

Rauchern fehlt kognitive Reserve

Aus dieser Studie geht außerdem hervor, dass Rauchen weniger die Gehirnstruktur, sondern vielmehr die Gehirnfunktion leide. Das bedeute, dass die gezielte Zusammenarbeit von Hirnregionen im ruhenden Gehirn bei Rauchern höher ist als bei Nichtrauchern. Die Forscher gehen davon aus, dass dadurch die kognitive Reserve bei Rauchern geringer ist. Schließlich arbeiten die betreffenden Hirnregionen schon im Ruhezustand auf Hochtouren. Als kognitive Reserve gilt die Fähigkeit des Gehirns, zusätzliche geistige Kapazitäten im Gehirn zu aktivieren, um zum Beispiel Alterungsprozesse zu kompensieren.
Besonders interessant an dieser Studie ist auf jeden Fall, dass auch das jeweilige Sozialleben deutliche Spuren im Gehirn hinterlässt.
Diese umfangreiche Datenerhebung könnte als Grundlage dienen, um Antworten zu finden, welche Aspekte ein gesundes Altern unterstützen und welche nicht.

Weitere Infos zu dieser Studie erhältst du hier.

 

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