Passend bestellen entlastet die Umwelt

Mithilfe einer digitalen Kopie des eigenen Körpers ‒ auch als Avatar bezeichnet ‒ sollen Kunden künftig online die Kleidungsstücke anprobieren können. (Bildquelle: Assyst GmbH)
Mithilfe einer digitalen Kopie des eigenen Körpers ‒ auch als Avatar bezeichnet ‒ sollen Kunden künftig online die Kleidungsstücke anprobieren können. (Bildquelle: Assyst GmbH)

Bestellst du deine Kleidung auch immer öfter digital im Internet? Und passiert es dir ebenfalls manchmal, dass das bestellte Top oder die Hose nicht passt? Dann muss das Paket zurückgeschickt werden. Das belastet aber die Umwelt.

(Marlene Doobe) Online einzukaufen gehört zum Alltag vieler Menschen – und das nicht nur zu Weihnachten. Wusstest du, dass wir in Deutschland ungefähr 20 Prozent unserer Kleidung online bestellen – Tendenz steigend? Laut Angaben des Unternehmens Avalution werden davon 25 bis 50 Prozent nach dem Anprobieren wieder zurückgesendet. Und manch einer ordert häufig die gleichen Kleidungsstücke in verschiedenen Größen. Was davon dann nicht passt, wird zurückgeschickt. Das verschwendet allerdings Energie für den Transport. Außerdem werden unnötig Rohstoffe verbraucht, da die zurückgeschickte Ware gereinigt und neu verpackt werden muss. Teilweise werden sie sogar direkt vernichtet, wenn ein Aufarbeiten zu teuer ist. Avalution will das nun ändern. Die Idee ist, dazu dem Kunden ein dreidimensionales Spiegelbild bereitzustellen. Mithilfe dieses sogenannten Avatars – eine digitale Kopie des jeweiligen Körpers – besteht die Möglichkeit, Kleidung online anzuprobieren. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert dieses Projekt fachlich und finanziell mit knapp 445.000 Euro.

Wenige Angaben reichen aus

Der Aufbau einer digitalen Körperkopie soll bereits mithilfe weniger Angaben gelingen. Das Unternehmen hält es bei erfolgreichem Projektverlauf für denkbar, dass es in einigen Jahren eine solche Möglichkeit der digitalen Anprobe in vielen Online-Shops gebe und damit ein erhebliches Einsparpotential bei den Rücksendungen erreicht werde. Zusätzlich möchte man einen Ansatz entwickeln, der die Auswirkungen verschiedener Kaufentscheidungen auf die Umwelt transparent macht. So werde der Kunde motiviert, ökologische Aspekte langfristig in die eigene Entscheidung einfließen zu lassen.

Weitere Informationen bekommst du hier.

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